Als Autorin freue ich mich immer über die Rezensionen, die Leser für meine Bücher hinterlassen. Applaus ist das Brot der Künstler und die 5-Sterne-Bewertungen bei Amazon sind heutzutage so etwas wie der stumme Applaus für den Schriftsteller. Aber auch Rezensionen mit weniger Sternen können hilfreich sein, wenn sie gut geschrieben sind. Sie können uns Autoren dazu bewegen noch einmal selbstkritisch über unsere Geschichte nachzudenken und evtl. aufgetretene Fehler zu überarbeiten.
Rezensionen können aber auch eine eigentlich gute Geschichte zerstören, wenn sie schlecht verfasst sind. Manchmal lese ich von meinen Lieblingsbüchern einfach mal die schlechten Rezensionen und kann nur mit dem Kopf schütteln. Natürlich haben wir als Leser nicht alle denselben Geschmack (Gott sei Dank), aber 3-Sterne-Rezensionen oder weniger mit dem Satz „Hat mir nicht gefallen“ oder „Story zu flach“ hätte sich so mancher Leser einfach sparen können.
Natürlich gibt es auch bei meinen eigenen Büchern Bewertungen mit 1,2 oder 3 Sternen, die ich auch als berechtigt ansehe, denn gerade bei meinen ersten Büchern gab es noch viele Rechtschreibfehler. Mit meinen Lektorinnen und Testlesern habe ich es in den letzten Jahren geschafft, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Da ist es für mich als ehemalige Verlegerin und Self Publisher Autorin fast beruhigend Bücher von großen Verlagen zu lesen, in denen solche Fehler auch vorkommen. Und das ist auch kein Problem der heutigen Zeit, in der bei den Verlagen alles schneller gehen muss. Auch in einem Buch aus dem Jahr 1900 habe ich schon Buchstabendreher gefunden. Klar, das stört dann ab und an den Lesefluss, wichtig finde ich aber, dass die Essenz des Buches stimmt. Darum sage ich auch immer:
„Ein gutes Buch muss kein literarisches Meisterwerk sein. Es muss unser Herz berühren, wenn wir es nach den letzten Worten schließen.“