Rezensionen

Als Autorin freue ich mich immer ├╝ber die Rezensionen, die Leser f├╝r meine B├╝cher hinterlassen. Applaus ist das Brot der K├╝nstler und die 5-Sterne-Bewertungen bei Amazon sind heutzutage so etwas wie der stumme Applaus f├╝r den Schriftsteller. Aber auch Rezensionen mit weniger Sternen k├Ânnen hilfreich sein, wenn sie gut geschrieben sind. Sie k├Ânnen uns Autoren dazu bewegen noch einmal selbstkritisch ├╝ber unsere Geschichte nachzudenken und evtl. aufgetretene Fehler zu ├╝berarbeiten.

Rezensionen k├Ânnen aber auch eine eigentlich gute Geschichte zerst├Âren, wenn sie schlecht verfasst sind. Manchmal lese ich von meinen Lieblingsb├╝chern einfach mal die schlechten Rezensionen und kann nur mit dem Kopf sch├╝tteln. Nat├╝rlich haben wir als Leser nicht alle denselben┬á Geschmack (Gott sei Dank), aber 3-Sterne-Rezensionen oder weniger mit dem Satz ÔÇ×Hat mir nicht gefallenÔÇť oder ÔÇ×Story zu flach“ h├Ątte sich so mancher Leser einfach sparen k├Ânnen.

Nat├╝rlich gibt es auch bei meinen eigenen B├╝chern Bewertungen mit 1,2 oder 3 Sternen, die ich auch als berechtigt ansehe, denn gerade bei meinen ersten B├╝chern gab es noch viele Rechtschreibfehler. Mit meinen Lektorinnen und Testlesern habe ich es in den letzten Jahren geschafft, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Da ist es f├╝r mich als ehemalige Verlegerin und Self Publisher Autorin fast beruhigend B├╝cher von gro├čen Verlagen zu lesen, in denen solche Fehler auch vorkommen. Und das ist auch kein Problem der heutigen Zeit, in der bei den Verlagen alles schneller gehen muss. Auch in einem Buch aus dem Jahr 1900 habe ich schon Buchstabendreher gefunden. Klar, das st├Ârt dann ab und an den Lesefluss, wichtig finde ich aber, dass die Essenz des Buches stimmt. Darum sage ich auch immer:

ÔÇ×Ein gutes Buch muss kein literarisches Meisterwerk sein. Es muss unser Herz ber├╝hren, wenn wir es nach den letzten Worten schlie├čen.ÔÇť

In den letzten Wochen lese ich auf Facebook immer von Autorinnen und Autoren, dass Rezensionen ┬ágel├Âscht wurden. Davon wurden meine B├╝cher bisher Gott sei Dank verschont. Offenbar glaubt man bei einem gewissen gro├čen Versandhaus, dass wir Autoren nur mit Gef├Ąlligkeitsbewertungen arbeiten. Das ist nicht so.

Ja, es gibt viele Bloggerinnen und Blogger, die uns anschreiben und nach Rezensionsexemplaren fragen und wir schicken dann auch gerne welche raus. Gl├╝cklicherweise gibt es Menschen, die nicht nur gerne lesen sondern auch ├╝ber B├╝cher schreiben. Doch gerade diese Rezensionen wurden offenbar gel├Âscht. Das finde ich sehr traurig, denn wenn der ÔÇ×normaleÔÇť Leser keine Bewertung schreibt, sind wir ein bisschen auf Blogger angewiesen. Und sie geben sich so viel M├╝he! Sie machen Fotos von den B├╝chern, an den Orten, an denen sie lesen, schreiben etwas ├╝ber die Protagonisten, die ihnen besonders gefallen oder eben gar nicht.

Besonders einfallsreich fand ich die beiden Bloggerinnen vom Zwinkerlings Reitsportblog (die Seite gibt es leider nicht mehr), als sie Mama Schultes Marmorkuchen nach meinem Rezept aus Ritte des Schicksals nachgebacken haben und ein Bild von Kuchen und Buch online stellten. Da macht das Schreiben gleich noch viel mehr Spa├č. ­čÖé

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