#Helmhelden

Über die sozialen Netzwerke wurde ich heute auf die Aktion #Helmhelden der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und eines bekannten Helmherstellers aufmerksam. Da ich diese Aktion sehr sinnvoll finde, dachte ich, ich schreibe mal etwas zu dem Thema.

Während den Jahren, in denen Hyundai kaum reitbar war, fiel ich sehr oft auf den Kopf. Böse Zungen behaupten sicherlich, man würde es heute noch merken, aber hätte ich damals keinen Helm getragen, könnte ich nun diese Zeilen nicht mehr schreiben.

Am Abend vor meinem 18. Geburtstag beispielsweise, fiel ich in unserer Reithalle aus Hyundais Sattel und landete mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Ich hatte Schmerzen und konnte mich an nichts erinnern. Die große geplante Party zu meiner Volljährigkeit musste vorerst abgesagt werden. Meine Führerscheinprüfung wurde verschoben und mit viel Glück schaffte es mein Fahrlehrer noch, mir noch einen Termin für das Jahr 1997 klarzumachen, denn ab Januar 1998 hätte ich einen Extraführerschein für den Hänger machen müssen. Das wäre für mich als Tochter eines Reitstallbesitzers und Trakehnerzüchters eine Katastrophe gewesen. Doch am wenigstens vergessen werde ich den Satz des behandelnden Arztes im Krankenhaus: „Gut, dass Sie einen Helm aufhatten, sonst wäre der Sturz ganz anders ausgegangen.“ Er riet mir auch nachdrücklich, nie wieder ohne Helm zu reiten, da ich aufgrund eines früheren Unfalls, der mir beim Putzen meines Pferdes passiert war, ohnehin schon vorbelastet war.

Wer meine private Fracebook-Seite kennt, weiß, dass es von mir auch Bilder auf dem Pferd und ohne Helm gibt. Am wenigstens stolz bin ich auf die, die während eines Festumzugs in unserem Dorf gemacht wurden. Ich ritt auf meiner Bella OHNE Helm, denn sie war ja soooo brav. Ja, das war sie, aber an dem Tag bei all dem Lärm und Trubel hatte ich das Gefühl auf einem gespannten Bogen zu sitzen und verdanke es wahrscheinlich nur meinem tollen Schutzengel, dass nichts passiert ist.

Zum Reiten ohne Helm gibt es auch meiner Meinung nach keine Ausrede. Selbst wenn man „nur“ mal Schritt reitet oder ein super braves Pferd von der Koppel in den Stall reitet, kann etwas passieren. Das Pferd ist ein Fluchttier und wir können nicht wissen, ob es nicht doch plötzlich vor dem vorbeifahrenden Traktor, dem bellenden Hund in der Nachbarschaft oder dem vorbeilaufenden Jogger Angst bekommt, obwohl es sonst nie etwas macht.

Reithelme sind auch nicht immer besonders schön, aber darum geht es auch nicht. Wir Reiter wollen keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern Sicher und mit Freude unserem Hobby nachgehen, oder?

Schaut euch mal die Aktion bei Pferd Aktuell an und macht mit. Ihr könnt sogar was gewinnen.

 

(Das Foto oben verdanke ich dem Pic Art Studio aus Albig aus einem Fotoshooting mit meiner Harmony im Jahr 2013 anlässlich der Veröffentlichung meines Romans Grand Prix für die Liebe.)

 

 

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